Opfer romantischer Liebe

Romantische Liebe ist etwas Schönes. Ihr verdanken wir viel von dem Glanz und der Geborgenheit, die unser modernes Leben mit sich bringt. Aber aus etwas größerer Distanz gesehen – wenn wir sagen wir mit den Augen eines Marsmenschen auf die Erde blicken würden –, ist diese Ansicht wenn auch nicht falsch, so doch einseitig. Sie„Opfer romantischer Liebe“ weiterlesen

Warum zeigen wir unserem Partner unsere ätzendste Seite?

Für Paarbeziehungen gilt, was auch über Kriege gesagt worden ist: Sie bringen die besten, aber auch die schlimmsten Seiten des Menschen ans Licht. Partner behandeln einander oft mit einem Höchstmaß an Gereiztheit, Genervtheit, Gleichgültigkeit, Sturheit, Ignoranz – und zwar auch dann, wenn sie ansonsten offene, zugängliche, einfühlsame und geduldige Menschen sind. „Er ist eigentlich ein„Warum zeigen wir unserem Partner unsere ätzendste Seite?“ weiterlesen

Positionsbestimmung, oder: Was wir von unseren Eltern erben (III)

Ein Grundsatz der Psychologie lautet: Es kann immer auch andersrum sein. Oder in den Worten des systemischen Therapeuten Ulrich Clement: „Das Gegenteil könnte immer auch zutreffen.“ (Dynamik des Begehrens, S. 10) Das gilt nirgends mehr als für die Frage, was Kinder aus ihrem Aufwachskontext mitnehmen. Eltern geben ihren Kindern immer und unweigerlich Prägungen mit –„Positionsbestimmung, oder: Was wir von unseren Eltern erben (III)“ weiterlesen

Sinnesschärfung, oder: Was wir von unseren Eltern erben (II)

Hier eine Geschichte, die ich als Jugendliche für eine Geschichte über Naturvölker vs. zivilisationsverdorbene Städter gehalten habe. Ein Indianer und ein Weißer gehen zusammen durch die Stadt. Der Indianer sagt: Hörst du die Grille, die da drüben zirpt? Der Weiße wundert sich, dass der Indianer ein so leises Geräusch aus all den Stadtgeräuschen heraushören kann.„Sinnesschärfung, oder: Was wir von unseren Eltern erben (II)“ weiterlesen

Spurensuche, oder: Was wir von unseren Eltern erben (I)

Sigmund Freud hat gesagt, dass die moderne Wissenschaft dem Menschen drei Kränkungen zugefügt hat. Die erste Kränkung war die Entdeckung der Physik, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, sondern sich um die Sonne dreht. Die zweite Kränkung war die Feststellung der Evolutionstheorie, dass der Mensch vom Affen abstammt und also auch nur„Spurensuche, oder: Was wir von unseren Eltern erben (I)“ weiterlesen

Die Fähigkeit zum Unglück

„Die Fähigkeit zum Unglück ist dieselbe wie die zum Glück.“ Dieser wunderbare Satz stammt, soweit ich weiß, von Theodor W. Adorno. (Die Quelle habe ich leider nicht gefunden, wenn jemand sie kennt, bin ich für einen Hinweis dankbar.) Es ist ein wunderbar anachronistischer und irritierender Satz. Zunächst kommt uns ein Satz, in dem Glück und„Die Fähigkeit zum Unglück“ weiterlesen

Kreativität – Wie geht das?

Heute der Abwechslung halber mal was zum menschlichen Denken, genauer zu Kreativität. Was ist Kreativität und wie kommt sie zustande? Nach einer alten kognitionspsychologischen These beruht Kreativität auf der Fähigkeit, möglichst viele Dinge unter möglichst vielfältigen Gesichtspunkten interessant zu finden, anders gesagt: sich selbst beim Interessantfinden von Dingen nicht zu zensieren. Das ist überraschend ähnlich„Kreativität – Wie geht das?“ weiterlesen

Skylla und Charybdis

In der griechischen Mythologie gibt es die Sage von Skylla und Charybdis – zwei Ungeheuern, die auf gegenüberliegenden Seiten einer Meerenge lauern und alle Schiffe verschlingen, denen es nicht gelingt, genau in der Mitte durchzusteuern. Im Zusammenleben von Menschen entstehen manchmal ähnliche Lagen. Wer in einer Paarbeziehung lebt, kann manchmal das Gefühl haben, es dem„Skylla und Charybdis“ weiterlesen

„Top Five“ Zitate zur menschlichen Psyche

„Als die Tiere ein größeres Gehirn entwickelten, machten sie an einem bestimmten Punkt der Evolution den Fehler, sich auf das Spiel der Beziehung einzulassen.“   (Gregory Bateson, Steps to an Ecology of Mind, Chicago: Chicago University Press 1972, S. 367, meine Übersetzung) „‘Woher haben sie mich?’ – ‘Wessen bin ich?‘ Das fragt man sich, noch bevor„„Top Five“ Zitate zur menschlichen Psyche“ weiterlesen

„Top Five“ Zitate zu Familie

 „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie dagegen ist unglücklich auf ihre besondere Art.“ (Leo Tolstoi, Anna Karenina, 1877/78, erster Satz) Für manche ist Familie ein Nest von Wärme, Nähe und Geborgenheit, für manche ist sie „eine Ballung von Vorurteilen, Klatsch und Kontrolle“. (Rudolf Kaufmann, Die Familienrekonstruktion, Heidelberg: Asanger 1990, S. 3) „In Familien„„Top Five“ Zitate zu Familie“ weiterlesen