Perspektivwechsel

Alles ist eine Frage der Perspektive, und wer bereit ist, ab und zu mal radikal die Perspektive zu wechseln, kann so manche überraschende Einsicht erleben. Systemiker empfehlen die Übung des Perspektivwechsels, um die eigene Sichtweise auf Dinge, Situationen, Problematiken aufzubrechen und die Vielfalt des möglichen Welterlebens an sich heranzulassen. Es soll einen systemischen Coach in„Perspektivwechsel“ weiterlesen

Lernen für Fortgeschrittene

Was sind die tiefsten Muster, in denen wir die Welt und uns selbst erleben? Dazu heute nochmal ein Highlight von Gregory Bateson, den ich letzte Woche schon gefeiert habe, aber den zu feiern sich immer lohnt. Bateson interessierte sich dafür, wie Lernen funktioniert, und in seiner Zeit war eine Lerntheorie ganz groß: der Behaviorismus. Der„Lernen für Fortgeschrittene“ weiterlesen

Von Pop- und Top-Therapeuten

Es gibt einen amerikanischen Pop-Therapeuten und Lebensveränderungs-Guru namens Tony Robbins, zu sehen in einer Netflix-Doku mit dem wunderbaren Titel „I am not your Guru“.  Er behauptet, innerhalb von fünf Tagen das Leben von Menschen ändern zu können, und zwar von vielen Menschen. Er hält Veranstaltungen mit zweitausend Teilnehmern ab, denen er allen ein Erweckungserlebnis verspricht,„Von Pop- und Top-Therapeuten“ weiterlesen

Üben, um das Selbst zu formen

Wie ändert sich der Mensch? Das ist natürlich eine zu pauschale und zu umfassende Frage, deshalb stelle ich sie noch mal besser zugespitzt: Ändert sich der Mensch mehr über Verstand und Einsicht oder mehr über Tun und Machen? Es gibt beide Sichtweisen, und ich finde, für beide spricht ungefähr gleich viel. Ich gebe keine Empfehlung„Üben, um das Selbst zu formen“ weiterlesen

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen gehört zu den schwierigsten Dingen im Leben. (Wie übrigens auch Reden und Hören.) Es klingt ganz leicht und selbstverständlich, und es bietet doch Stoff für große Verwicklungen und Verwirrungen. Menschen haben sehr unterschiedliche Begabungsschwerpunkte beim Geben und Nehmen. – Manche Menschen sind gut im Geben. Sie sind großzügig, lassen andere teilhaben an„Geben und Nehmen“ weiterlesen

Feuerwerk der Emotionen

In irgendeinem Lockdown und einer der endlosen Homeschooling-Wochen habe ich meinem 13-jährigen Sohn eine Portion Dönerfleisch mit Reis vom Dönerladen mitgebracht. Man muss wissen, dass das seine Leibspeise ist und dass wir ansonsten mehrheitlich eine Vegetarierfamilie sind, um nachvollziehen zu können, was sich in den nächsten zwei Sekunden auf seinem Gesicht abgespielt hat: eine blitzartige„Feuerwerk der Emotionen“ weiterlesen

Zwei Dinge, die ich am Universum ändern würde

Manchmal wäre man ja gern ein Anderer. Und wenn man schon mit Phantasieren anfängt, braucht man nicht zu bescheiden zu sein. Ich fange also nicht an mit Adele oder Kate Winslet oder Stephen Hawking. Wenn ich Gott wäre und zwei Dinge an der Konstruktion des Universums ändern könnte, würde ich folgende nehmen. I. Erstens würde„Zwei Dinge, die ich am Universum ändern würde“ weiterlesen

www.badconcepts.com

Es gibt Wörter, die man besser nicht ins Englische übersetzen sollte. Zum Beispiel den Namen der folgenden Sanitärfirma, den ich auf einem Lieferwagen entdeckt habe: „Badkonzept“. Ich kann mir immer das Lachen nicht verkneifen, wenn vor meinem geistigen Auge das Bild einer Website entsteht, die heißt: http://www.badconcepts.com. „If you need a really bad concept for„www.badconcepts.com“ weiterlesen

Das Virus und wir

Dass das Coronavirus im menschlichen Körper ganz Unterschiedliches bewirken kann, ganz unterschiedliche Verläufe auslösen kann, wissen wir inzwischen. Weniger gut erforscht ist, dass Menschen auch psychisch ganz unterschiedlich auf den Kontakt mit dem Virus, das heißt: auf einen positiven Coronatest, reagieren. Zur Füllung dieser Forschungslücke sei hier eine vorläufige und sicher unvollständige Typologie vorgeschlagen, die„Das Virus und wir“ weiterlesen

Die Fähigkeit zum Unglück

„Die Fähigkeit zum Unglück ist dieselbe wie die zum Glück.“ Dieser wunderbare Satz stammt, soweit ich weiß, von Theodor W. Adorno. (Die Quelle habe ich leider nicht gefunden, wenn jemand sie kennt, bin ich für einen Hinweis dankbar.) Es ist ein wunderbar anachronistischer und irritierender Satz. Zunächst kommt uns ein Satz, in dem Glück und„Die Fähigkeit zum Unglück“ weiterlesen