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Das Gerinnen von Zukunft in Geschichte

Die Ereignisse der letzten Tage – Wahlsieg von Trump, Ende der Ampelkoalition – geben zu Anlass zu Reflexionen, und zwar zu politischen und persönlichen Reflexionen. Ich beginne mit dem Politischen, das sich aber in seiner Tiefenstruktur als überraschend parallel zum Persönlichen, Biographischen erweist. Wir wissen jetzt, dass Trump die Wahl gewonnen hat. Vor zwei Tagen…

Schimpfen und Schämen beim Autofahren

Wenn es für jeden Fluch und jede Beleidigung, die Verkehrsteilnehmer gegeneinander loslassen, einen Cent gäbe, würden die Deutschen jeden Tag Millionen verdienen. Die meisten Menschen sind ja an sich freundliche und zugängliche Zeitgenossen, aber im Straßenverkehr wird der Mensch zu des Menschen Wolf, oder zu des Menschen übelstem Beschimpfer. Das hat sicher damit zu tun,…

Selbstwirksamkeit im Schnee (und sonst im Leben)

Als Bewohnerin des schneebeschenkten Süddeutschland habe ich heute begriffen, warum ich gern Autos aus dem Schnee schiebe. Das tut man ja als netter Mensch, wenn man sieht, wie ein ausparkendes Auto mit durchdrehenden Rädern auf der Stelle röhrt und den halben Meter bis zur festen, Griff bietenden Oberfläche nicht schafft. Ich habe immer gedacht, das…

Das Entsetzen der Menschheit – Wie die Klimakrise uns sprachlos und kommunikationslos macht

Als Kommunikationsexperte weiß man viel über die Kunst des authentischen und angemessenen Sprechens. Als so jemand kann ich nicht umhin, beim Klimathema eine enorme Fehlpassung von Inhalt und Kommunikationsweise festzustellen, und zwar zuallererst an mir selbst. Es geht mir hier nicht um öffentliche Klebeaktionen und die Aufregung darüber, es geht mir darum, wie ich selbst…

Kinder, Eltern, Großeltern – Über das Miteinander von drei Generationen

Was ist die Rolle der Großeltern in der Familie? Heute? Früher herrschte ja angeblich ein enges und inniges Zusammenleben der Generationen, wie manchmal nostalgisch-sehnsüchtig gesagt wird, „Früher war die Familie Großfamilie, da lebten drei Generationen unter einem Dach“. Das ist aber vielleicht eher ein Mythos und eine rückblickende Idealisierung. Erstens gab es, angesichts einer durchschnittlichen…

Wer bin ich, und wenn ja, woher weiß ich es?

Wer heute 16 oder 20 ist, dem macht die Gesellschaft ganz schön verrückte Ansagen. Dies ist ein Versuch, ein bisschen Gegengift anzubieten, also die Verrücktheit erst mal aufzudecken und ein bisschen dahinterzuleuchten.   Der verrückte Text kommt uns normalerweise ganz normal vor, weil wir ihn schon so oft gehört haben. Er lautet in etwa so.…

Wenn Kinder zu gut verhandeln

Ich skizziere mal den Vertrag, den ich aufsetzen müsste, wenn ich meinem 6-jährigen Sohn eine halbe Stunde Fernsehen am Tag erlauben will, ohne regelmäßig in Diskussionen, Proteste, Dramen verwickelt zu werden, wenn das mal aus irgendwelchen Gründen nicht geht. „A. darf jeden Tag eine halbe Stunde fernsehen, außer (a) wenn wir an dem Tag unterwegs…

Die Knappheit der Bedürfnisse

Ich habe einen wunderbar hellsichtigen und wunderbar paradoxen Gedanken gelesen. Er lautet: In unserer Wohlstandsgesellschaft sind nicht bedürfnisstillende Mittel knapp, sondern es sind Bedürfnisse knapp. (Ich habe den Gedanken von Gunther Schmidt, aus einem Aufsatz von 1995, und der hat ihn von Günter Anders, nämlich aus dem Buch „Die Antiquiertheit des Menschen“, 1980.) Das muss…

Die unsichtbarste aller Diskriminierungen

Diskriminierung ist keine schöne Sache, und wir – als gutbürgerliche Gutmenschen – sind schnell dabei uns aufzuregen, wenn irgendwo diskriminiert wird. Nur 15 Prozent Frauen in den Vorständen von DAX-Konzernen? Geht gar nicht, her mit der Frauenquote und weg mit den Alte-Männer-Netzwerken! Menschen mit dunklem Teint werden auf der Straße öfter von der Polizei kontrolliert…

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